Nach Angaben einiger heißer Quellen, die natürlich ungenannt bleiben möchten, ist die Leiterin der Abteilung zur Sicherung und Aufbewahrung gefährlicher magischer Tierwesenprodukte, Frau Undine Schartig, in einen Schmuggelskandal verwickelt, der sich über die Grenzen unseres Landes hinaus erstreckt.
Über Jahre hinweg soll die besagte Mitarbeiterin des Ministeriums Gefahrengut wie zum Beispiel Eier von Aschwinderinnen nach Übersee verbracht haben, wo die Materialien für die Herstellung von sehr kostspieligen (weil normalerweise schwer zu beschaffenden) Zaubertrankzutaten umgesetzt wurden. Diplomatische Beziehungen und deren aurorenrechtliche Immunität haben ihr beim Transport gute Dienste erwiesen.
Diese Machenschaften sind kein – wie zuerst angenommen – neues Phänomen. Eine akribische Untersuchung der abteilungseigenen Asservatenkammer ergab, dass etliche Deponate durch dauerhafte Illusionszauber ersetzt worden sind. Der Schaden, der durch diesen Betrug, der scheinbar durch Schartigs Vorgänger, Herrn von Schleitwig, begonnen wurde, beträgt mehr als 1 Mio. Galleonen. Die Strafverfolgung stellt sich in letztgenannten Fall allerdings als unmöglich heraus, da Herr von Schleitwig bei einer Sicherungsexpedition von einem Drachenweibchen gefressen wurde, bevor seine Kollegen zur Hilfe eilen konnten.
Undine Schartig wurde zur Sicherungsverwahrung nach Nurmengard verbracht und erwartet dort ihre Anhörung am 15. Februar 2010.
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