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Schule für spät berufene Zauberei

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Start Nachrichten »Feder & Kiel« Fakultätszeitung Muggelschutz - eine kritische Betrachtung

Muggelschutz - eine kritische Betrachtung

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von Kalisti Flockhard

Bei der Quidditchweltmeisterschaft im Juli 1994 in England wurden mannigfaltige Maßnahmen getroffen, um dieses Großevent der Zauberergesellschaft vor der Wahrnehmung durch Muggel zu schützen.

So wurde die Familie Robberts, Besitzer des angrenzenden Campingplatzes, ständig durch Mitarbeiter der Abteilung für Desinformation des englischen Zaubereiministeriums überwacht und mit zahlreichen Gedächtniszaubern behandelt, so dass sie den Ansturm von teils sehr kurios aussehenden Menschen auf ihr Gelände nicht weiter beachteten.

Wie nun hinlänglich bekannt ist, führt eine wiederholte Behandlung mit dem Obliviate zu Schäden des Kurzzeitgedächtnisses. Ob diese Schädigung nur vorübergehend besteht, wird auch von Heilern des St. Mungo Hospitals stark bezweifelt.

Es ist zu befürchten, dass die Familie Roberts seit der Quidditchweltmeisterschaft Probleme mit dem Lernen von neuen Inhalten hat. Dies ist besonders problematisch für die Kinder der Roberts, deren Noten in der Schule signifikant schlechter geworden sind. Das Zaubereiministerium leugnet jeden Zusammenhang mit seiner Arbeit zur Muggelabwehr und schiebt die schlechten Noten der Robertskinder auf deren pubertäre Aufmüpfigkeit. Ein Interview mit der Familie konnte das allerdings nicht bestätigen.

Um die Familie Roberts zu schützen, hätte man sie besser auf eine Urlaubsreise schicken können. Beispielsweise durch den Gewinn eines Preisausschreibens. Das wäre eine glaubhafte Begründung gewesen, die nur wenig Manipulation durch Magie erfordert. Warum wurde diese Lösung abgelehnt? Die Antwort könnte in der Einstellung mancher Magier liegen, die denken, dass man sich wegen Muggeln möglichst keine Umstände machen sollte und vor allem keine Galleonen investiert. Dies ist bedauerlich und wird von der Autorin abgelehnt. Muggelschutz sollte nicht nur dazu dienen uns vor den Muggeln zu schützen, sondern ebenfalls vice versa.

Gedächtniszauber sind nicht die einzigen Maßnahmen, die bei der Quidditchweltmeisterschaft ergriffen wurden. So wurde auch der Ich muss weg eingesetzt. Ein Zauber, der Muggel an dringend zu erledigende Aufgaben erinnert, sobald sie sich einem Gebiet nähern, welches mit dem Ich muss weg belegt wurde. Das englische Zaubereiministerium besitzt einen ähnlichen Schutzzauber. Der Besuchereingang, eine rote Telefonzelle, die bei den Nummern 62443 im Boden versinkt und im Foyer darunter ankommt, ist ebenfalls durch den Ich muss weg gesichert. Sollte ein Muggel diese Telefonzelle betreten, überkommt ihn das dringende Gefühl etwas anderes zu erledigen und er verlässt diesen Ort.

Auch der Ich seh nicht recht ist in Verbindung mit dem vorigen genannten Zauberspruch sehr beliebt und wurde bei der Quidditchweltmeisterschaft angewandt. Sobald sich ein Muggel dem Gelände näherte, sah er nicht die vielen bunten Zelte, das magische Treiben und die schwebende Kuppel der Arena, sondern ein düsteres Moorgebiet dass er oder sie lieber nicht betreten wollte und wieder den Heimweg antrat. Das St. Mungos Hospital in London wird ebenfalls von diesem Zauber beschützt. Hier sehen Passanten das Schaufenster eines leerstehenden Kaufhauses, das nicht gerade zu einem zweiten Blick einlädt. Nur magisch Begabte wissen, dass die alte Schaufensterpuppe den Zutritt zum Hospital freigibt, sobald man sich bei ihr anmeldet.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 22. August 2009 um 11:38 Uhr  

Schlagzeilen

Spektakulärer Betrug im Zaubereiministerium
Von Kallista Flockhardt

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